Bericht: EURO 2026 beim UYC Wolfgangsee

Mittwoch bis Freitag, 29.07.2026–31.07.2026

Ergebnis EURO 2026 (PDF)

Zwei Jahre nach dem Europapokalrennen am Starnberger See 2024 gab es erneut die Möglichkeit des gemeinsamen Segelns, diesmal im Rahmen der 125 Jahre Feierlichkeiten des Union Yacht Club Wolfgangsees. Neben den 20qm Rennjollen, gab es auch ein gemeinsames Programm mit 10qm Rennjollen und Hansejollen. Der Segelclub präsentierte sich bereits von Beginn der Wettfahrtserie in Hochform. Am Land beste Bedingungen und Großteils schönes Wetter und gute Windprognose. Von den gemeldeten 11 Botten kamen 9 zu den Wettfahrten.

Wettfahrt 1:

So wie vorhergesagt, breitete sich bereits am frühen Nachmittag der Brunnwind aus. Klassisch mit  8-12 kn blies der Wind über den gesamten See und erlaubte die Durchführung am traditionellen Kurs, mit Start vor dem Strandbad. Die Startlinie bevorzugte das Lee und die linke Seeseite und stellt die teilnehmenden Rennjollensteuermänner vor eine Aufgabe in der Entscheidungsfindung. Brunnwind bevorzugt die rechte Seehälfte bevorzugt einen langen Backbordschlags an der Windkante und dem letzten Schlag von rechts. Setzt sich der Westwind durch ist die linke Seeseite bevorzugt. Typisch war an diesem Tag allerdings gar nichts, einmal über links mit Westwindeinschlag, dann wieder klassisch über links, kämpften sich die Rennjollen über den Kurs.  Vier Boote J 370, J 528, J 312 und J287 fast gleichauf nur durch das Geschick der Steuerleute und die Hände der Mitsegler getrennt, fanden sich innerhalb von weniger Sekunden im Ziel. Andreas Plettner auf Sternenstaub J 370 konnte die erste Wettfahrt für sich entscheiden, gefolgt von Mathias Poell und unserem ersten Vorsitzenden Manfred Jacob. Vierter Michael Gubi auf Ayesha J 528 nach technischem Defekt und Spontanerholung, gefolgt von Wolfgang Fiedler J 258, Christian Rybakowski J-526, Joachim Ruppert J-4 und Andreas Poell J-146.

Wettfahrt 2:

Bei gleichen wechselnden Windbedingungen von 6-12 kn bei Brunnwind mit Westeinschlag wurde die Wettfahrt wieder am klassischen Kurs gesegelt.  Diese Wettfahrt konnte Michael Gubi auf Ayesha J-528 für sich entscheiden, gefolgt von Mathias Poell J-312 und Andreas Plettner J-370 und Manfred Jacob J-287. Fünfter wurde Joachim Ruppert auf Kim Scho J 4, einem der prominentesten Boote im Feld. Dahinter in Reihenfolge Andreas Poell J-146, Wolfgang Fiedler J 258, und Christian Rybakowski J-526.

Wettfahrt 3:

Bei gleichen Bedingungen sah die Veranstaltung einen neuen Sieger mit Matthias Poell auf Pan J-312. Bemerkenswert war der sehr knappe Zieleinlauf, wo innerhalb von wenigen Metern zuerst Matthias Poell, dann Andreas Plettner auf Sternenstaub J-370 und eine Bootslänge dahinter Michael Gubi auf Ayesha J-528 die Ziellinie überquerte. Dahinter in Reihenfolge, Manfred Jacob J-287, Joachim Ruppert J-4, Andreas Poell J-146, Christian Rybakowski J-526, Wolfgang Fiedler J 258 und Christian Meidinger auf Monika J-488.

Nach dem ersten Tag konnte zweifelsfrei festgestellt werden, dass alle 22er Rennjollen bestens mit den Bedingungen von Leichtwind bis hin zu Gleitbedingungen zurechtkamen, und ein tolles Bild abgaben mit Ihren bunten Spinnakern und durch-gelatteten Großsegeln.

Wettfahrt 4:

Der Tag begann mit wenig Hoffnung auf Wind, einer schwierigen Wolkenkonfirmation und eine Südströmung bestimmte die lokale Wetterlage. Nur sehr langsam konnte sich der Brunnwind durchsetzen und reichte nicht über den gesamten See. Not macht erfinderisch und es wurde der Optimisten-Kurs mit einer Stadtbesichtigung vom Wasser aus von der Wettfahrtleitung vorgeschlagen. Dementsprechend schwierig gestaltete sich das Segeln. Souverän wie immer segelte Andreas Plettner auf Sternenstaub J 370, mit großem Vorsprung, über den Kurs und ungefährdet ins Ziel. Dahinter Michael Gubi auf Ayesha J528 und Matthias Poell auf Pan J-312 vor Joachim Ruppert J-4.  Dahinter in Reihenfolge, Manfred Jacob J-287, Christian Meidinger J-488, Andreas Poell J-146, Christian Rybakowski J-526, und Wolfgang Fiedler J 258.

Wettfahrt 5:

Am letzten Tag der Serie wieder das gewohnte Bild, Pünktlich zur Mittagszeit sprang der Brunnwind an und ermöglichte wieder den großen Kurs über die gesamte Seelänge. Diesmal 6-8 kn sehr ähnlich zum ersten Tag aber mit größeren Löchern und längeren Leichtwindphasen. Auch diese Wettfahrt konnte Andreas Plettner auf Sternenstaub J 370 für sich entscheiden, gefolgt von Michael Gubi auf Ayesha J 528 und Andreas Poell J 146 diesmal vor Matthias Poell J-312. Dahinter in Reihenfolge, Manfred Jacob J-287, Joachim Ruppert J-4, Christian Meidinger J-488, und Christian Rybakowski J-526.

Wettfahrt 6:

In der letzten Wettfahrt blieben die Verhältnisse gleich und ermöglichten einen würdigen Abschluss bei 6-8 kn und klassischen Brunnwind. An jeder Tonne führte Michael Gubi auf Ayesha J-528 das Feld an und beendete die Wettfahrt klar vor Andreas Plettner auf Sternenstaub J-370, dem ein zweiter Platz in der letzten Wettfahrt reichte, um den Europapokalgewinn erneut zu gewinnen. Wir gratulieren der siegreichen Mannschaft Andreas Rosenschon und Thimo Deppmeyer. Dritter wurde Matthias Poell auf Pan J-312 gefolgt von Joachim Ruppet J-4 und unserem ersten Vorsitzenden Manfred Jacob J-287.  Dahinter in Reihenfolge, Andreas Poell J 146, Christian Rybakowski J-526 und Christian Meidinger J-488.

Mit der Durchführung aller sechs ausgeschriebenen Wettfahrten bei durchwegs anspruchsvollen Bedingungen endete die Serie. Sehr zufriedene Gesichter packten mit tatkräftiger Unterstützung des veranstaltenden Teams Ihre Boote, um noch vor dem Beginn des großen Gewitters fertig zu sein. Die Preisverleihung war das letzte Highlight der Veranstaltung und erfüllte alle Erwartungen. Zusammenfassen kann gesagt werden, dass sich der Wolfgangsee als idealer Austragungsort für diese Großveranstaltungen präsentiert hat. Der Club und sein Team war am Wasser genau so souverän wie am Land und das schöne Salzburgerland ist als Ferienregion sowieso immer für eine Reise gut. Wir bedanke uns beim UYCWg für die Ausrichtung der Veranstaltung.

Abschließend noch ein großes Lob an den Restaurationsbetrieb, der bei jedem Abendevent zur Hochleistung auflief und jedes Seglerherz mit Glück erfüllte.

Manfred Jacob / Michael B. Fischer

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